Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögenswerte

(in Mio. €)

Gewerbliche Schutzrechte, Markenrechte, Software und ähnliche Rechte und Werte

Geschäfts- oder Firmenwerte

Gesamt

Anschaffungskosten
Anfangsstand 01.01.2006


418


9


427

Währungsänderungen

–1

-

–1

Zugänge

13

-

13

Abgänge/Umbuchungen

–3

–2

–5

Endstand 31.12.2006 =
Anfangsstand 01.01.2007


427


7


434

Währungsänderungen

–2

-

–2

Veränderung Konsolidierungskreis/ Akquisitionen

144

181

325

Zugänge

5

-

5

Abgänge/Umbuchungen

–46

-

–46

Endstand 31.12.2007

528

188

716

Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2006


387


6


393

Währungsänderungen

-

-

-

Abschreibungen

15

-

15

Abgänge/Umbuchungen

–2

–2

–4

Endstand 31.12.2006 =
Anfangsstand 01.01.2007


400


4


404

Währungsänderungen

–2

-

–2

Abschreibungen

11

-

11

Abgänge/Umbuchungen

–47

-

–47

Endstand 31.12.2007

362

4

366

Buchwert 31.12.2007

166

184

350

Buchwert 31.12.2006

27

3

30

Download: Immaterielle Vermögenswerte Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 320 Mio. € auf 350 Mio. € (Vorjahr: 30 Mio. €) erhöht. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an c-bons Hair Care sowie die Aufstockung der Beteiligung an der Beiersdorf AG (Schweiz) von 50 % auf 100 % mit insgesamt 325 Mio. €. Zum 31. Dezember 2007 wurden, unverändert zum Vorjahr, keine selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte aktiviert, da bei den Entwicklungsprojekten die Voraussetzungen für eine Aktivierung gemäß ias 38 (immaterielle Vermögenswerte) nicht erfüllt waren. Im Berichtsjahr sind weder außerplanmäßige Wertminderungen noch Wertaufholungen erfasst worden.

Sachanlagen

(in Mio. €)

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

Technische Anlagen und Maschinen

Betriebs- und Geschäfts- ausstattung

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Gesamt

Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Anfangsstand 01.01.2006


787


859


521


28


2.195

Währungsänderungen

–8

–11

–6

-

–25

Veränderung Konsolidierungskreis

2

-

-

-

2

Zugänge

6

23

44

24

97

Abgänge/Umbuchungen

–69

–82

–54

–22

–227

Endstand 31.12.2006 =
Anfangsstand 01.01.2007


718


789


505


30


2.042

Währungsänderungen

–4

–6

–5

-

–15

Veränderung Konsolidierungskreis/ Akquisitionen

9

19

3

1

32

Zugänge

8

26

36

31

101

Abgänge/Umbuchungen

–124

–95

–82

–23

–324

Endstand 31.12.2007

607

733

457

39

1.836

Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2006


388


549


374


2


1.313

Währungsänderungen

–3

–7

–5

-

–15

Abschreibungen

46

72

50

-

168

Abgänge/Umbuchungen

–36

–77

–51

-

–164

Endstand 31.12.2006 =
Anfangsstand 01.01.2007


395


537


368


2


1.302

Währungsänderungen

–2

–5

–4

-

–11

Abschreibungen

18

46

47

-

111

Abgänge/Umbuchungen

–92

–90

–69

–2

–253

Endstand 31.12.2007

319

488

342

-

1.149

Buchwert 31.12.2007

288

245

115

39

687

Buchwert 31.12.2006

323

252

137

28

740

Download: Sachanlagen Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 53 Mio. € auf 687 Mio. € verringert. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen 101 Mio. €. In den Abschreibungen von 111 Mio. € sind Wertminderungen in Höhe von 8 Mio. € infolge der Neuausrichtung der Consumer Supply Chain enthalten. Diese Wertminderungen betreffen im Wesentlichen die im Berichtsjahr geschlossene Produktionsstätte in Italien. Der Abgang von Buchwerten des Sachanlagevermögens von 64 Mio. € ist mit 57 Mio. € durch die Optimierung im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Consumer Supply Chain beeinflusst. Darin enthalten sind die Um- gliederungen der zum Verkauf vorgesehenen Sachanlagen in die Bilanzposition „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“. Im Berichtsjahr erfolgten keine Wertaufholungen.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Consumer Supply Chain wurden 2007 die Produktionsstätten in Almere (Niederlande) und Brembate (Italien) sowie die Logistikcenter in Almere und Brüssel (Belgien) geschlossen. Der Verkauf der Grundstücke und Immobilien ist für 2008 geplant. Darüber hinaus wurde entschieden, das Logistikcenter in Hamburg (Deutschland) zu verkaufen. Gemäß IFRS 5 (Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufzugebende Geschäftsbereiche) erfolgte eine Umgliederung aller in diesem Zusammenhang zu veräußernden Vermögenswerte in die Position „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“. Zum 31. Dezember 2007 wurden langfristige Vermögenswerte in Höhe von 57 Mio. € umgegliedert. Veräußerungsgruppen gab es zum Bilanzstichtag nicht. Zum 31. Dezember 2007 gab es kein Fremdkapital, das im direkten Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen steht. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte sind dem Segment Consumer zuzuordnen und stellen keinen aufzugebenden Geschäftsbereich innerhalb des Beiersdorf Konzerns dar. Das im Vorjahr zur Veräußerung klassifizierte Vermögen und Fremdkapital für die Produktion und Logistik in Savigny-le-Temple (Frankreich) sowie der Hirtler GmbH, Heitersheim (Deutschland), wurde im 1. Halbjahr 2007 veräußert.

Vorräte

(in Mio. €)

2006

2007

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

121

126

Unfertige Erzeugnisse

35

35

Fertige Erzeugnisse, Handelswaren

389

434

Anzahlungen

3

3

548

598

Download: Vorräte Die Vorräte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 50 Mio. € auf 598 Mio. €, davon waren 72 Mio. € zu ihrem Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 73 Mio. € (Vorjahr: 70 Mio. €).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

davon weder einzelwertberichtigt noch überfällig

davon nicht einzelwertberichtigt und überfällig

Buchwert

weniger als 30 Tage

zwischen 30 und 60 Tagen

zwischen 60 und 90 Tagen

zwischen 80 und 120 Tagen

mehr als 120 Tage

31.12.2007 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

823

658

67

14

7

2

6

31.12.2006 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

727

582

60

12

6

2

5

Download: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gemäß IAS 39 als Kategorie „Kredite und Forderungen“ klassifiziert. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden 2007 in Höhe von 11 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €) zugeführt. Die Wertberichtigungen des Vorjahrs wurden im Wesentlichen verbraucht.

Sonstige Vermögenswerte

(in Mio. €)

2006

2007

Ertragsteuerforderungen

25

38

Sonstige Steuerforderungen

30

37

Kurzfristige geleistete Vorauszahlungen

30

34

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

56

99

Sonstige langfristige Vermögenswerte

12

10

153

218

Download: Sonstige Vermögenswerte Von den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind 85 Mio. € (Vorjahr: 51 Mio. €) der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten zudem positive Zeitwerte von Finanzderivaten in Höhe von 14 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). Von den sonstigen langfristigen Vermögenswerten entfallen 2 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) auf die Kategorie „Kredite und Forderungen“ und 5 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) gemäß IAS 39 auf die Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten zudem langfristige geleistete Vorauszahlungen von 3 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €). Im Vorjahr waren positive Zeitwerte von Finanzderivaten in Höhe von 1 Mio. € enthalten. Zeitwertveränderungen von Finanzderivaten mit Cashflow-Hedge-Beziehung werden nach Abzug latenter Steuern ergebnisneutral in einem gesonderten Posten des Eigenkapitals erfasst. Die sonstigen Vermögenswerte enthalten keine überfälligen Positionen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

(in Mio. €)

2006

2007

Zahlungsmittel

1.189

1.031

Zahlungsmitteläquivalente

41

86

1.230

1.117

Download: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände und Schecks. Sie sind der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet. Bei den Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um kurzfristige, liquide Anlagen wie Tagesgelder, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Sie sind gemäß IAS 39 als „Zur Veräußerung verfügbar“ klassifiziert.

Angaben zum Kapitalmanagement

Beiersdorf verfolgt grundsätzlich das Ziel, die Eigenkapitalbasis nachhaltig zu sichern und eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das buchhalterische Kapital des Konzerns fungiert hierbei jedoch lediglich als passives Steuerungskriterium, während Umsatz und EBIT als aktive Steuerungsgrößen herangezogen werden. Zum 31. Dezember 2007 liegt die Eigenkapitalquote bei 53 % (Vorjahr: 51 %).

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt 252 Mio. € und ist in 252 Mio. Stückaktien eingeteilt. Die Beiersdorf AG hält seit Abwicklung des Aktienrückerwerbs am 3. Februar 2004 und nach Durchführung des Aktiensplits im Jahr 2006 25.181.016 Stückaktien. Dies entspricht 9,99 % des Grundkapitals der Gesellschaft.

Genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung hat am 18. Mai 2005 den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 17. Mai 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt 87 Mio. € (genehmigtes Kapital I: 45 Mio. €; genehmigtes Kapital II: 21 Mio. €; genehmigtes Kapital III: 21 Mio. €) durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Aktien zu erhöhen. Dabei kann die Gewinnberechtigung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG bestimmt werden. Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann jedoch durch den Vorstand in folgenden Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden: 1. zum Ausgleich von infolge einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen entstehenden Spitzenbeträgen (genehmigte Kapitalien I, II, III); 2. soweit dies erforderlich ist, um Inhabern / Gläubigern der von der Beiersdorf AG oder ihren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflicht zustehen würde (genehmigte Kapitalien I, II, III); 3. um neue Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags, die möglichst zeitnah zur Platzierung der Aktien erfolgen soll, nicht wesentlich unterschreitet, wobei im Rahmen der Beschränkung dieser Ermächtigung auf insgesamt zehn vom Hundert des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen sind, für die das Bezugsrecht der Aktionäre in Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG bei Ausnutzung der Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien und/oder bei Ausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen ausgeschlossen wird (genehmigtes Kapital II); 4. bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen (genehmigtes Kapital III). Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.

Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung hat am 18. Mai 2005 ferner beschlossen, das Grundkapital um bis zu insgesamt 40 Mio. € bedingt zu erhöhen. Am 17. Mai 2006 hat die Hauptversammlung außerdem eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln beschlossen. Gemäß § 218 Satz 1 AktG erhöht sich daher auch das bedingte Kapital im gleichen Verhältnis. Dieses beträgt daher nunmehr 46.875.000 €. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nach dem zu Grunde liegenden Hauptversammlungsbeschluss nur insoweit durchgeführt, wie 1. die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- und / oder Optionsrechten, die mit den von der Beiersdorf AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften bis zum 17. Mai 2010 auszugebenden Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen verbunden sind, von ihrem Wandlungs- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder wie 2. die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Beiersdorf AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften bis zum 17. Mai 2010 auszugebenden Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Anleihebedingungen dafür benötigt wird. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die Beiersdorf AG.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten das Netto-Ergebnis des Geschäftsjahres sowie die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Die Gewinnrücklagen beinhalten eine Kürzung um die Anschaffungskosten der 25.181.016 eigenen Aktien der Beiersdorf AG von 955 Mio. €.

Sonstiges Eigenkapital

Dieser Posten enthält im Wesentlichen die Unterschiede aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen sowie die Rücklage für Cashflow Hedges nach Abzug latenter Steuern. Die Wertänderungen dieser Finanzderivate betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 6 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €).

Anteile anderer Gesellschafter

Der Ausgleichsposten enthält die Anteile Konzernfremder am Eigenkapital der vollkonsolidierten Gesellschaften. Fremdanteile bestehen im Wesentlichen bei
Nivea-Kao Co., Ltd., Japan, PT. Beiersdorf Indonesia sowie Beiersdorf India Limited.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Konzern trifft Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung der anspruchsberechtigten Mitarbeiter direkt oder durch rechtlich selbständige Pensions- und Unterstützungseinrichtungen. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern beitrags- oder leistungsorientiert. Die Ausgestaltung variiert dabei je nach den rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und basiert in der Regel auf Beschäftigungsdauer, Entgelt und der eingenommenen Position im Unternehmen sowie auf Eigenleistung der Mitarbeiter. Die unmittelbaren und mittelbaren Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen und Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder. In Deutschland liegen der Kalkulation die Heubeck’schen Richttafeln von 2005 zu Grunde, international die jeweils lokal anerkannten Richttafeln. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge infolge der Beendigung von Versorgungsplänen oder wegen der Kürzung und Übertragung der Versorgungsleistungen haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben. Der Bewertung liegen folgende Annahmen zu Grunde:

Versicherungsmathematische Annahmen

(in %)

2006

2007

Deutschland

Andere Länder

Deutschland

Andere Länder

Abzinsungssätze

4,25

2,00 – 10,00

5,50

2,00 – 10,00

Erwartete Renditen auf Planvermögen

4,25

2,00 – 8,00

5,50

2,00 – 9,20

Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen

3,00

2,25 – 8,00

3,00 – 3,50

1,25 – 8,00

Erwartete Rentensteigerungen

1,75

0,50 – 3,50

1,75

0,50 – 3,00

Erwartete Fluktuation

2,00 – 4,50

1,50 – 8,00

2,00 – 4,50

0,50 – 8,00

Download: Versicherungsmathematische Annahmen Diese Parameter gelten auch im Folgejahr für die Berechnung der Kosten für die im Berichtsjahr erworbenen Versorgungsansprüche, für die Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Versorgungsansprüche und die Berechnung der erwarteten Erträge aus den Vermögensanlagen. Die erwartete Rendite aus dem Planvermögen wurde aus den in der Vergangenheit erzielten und für die Zukunft langfristig erwarteten Renditen der im Planvermögen enthaltenen Vermögenswerte abgeleitet.

Aufwendungen für Versorgungsleistungen

(in Mio. €)

2006

2007

Deutschland

Andere Länder

Konzern

Deutschland

Andere Länder

Konzern

Laufender Dienstzeitaufwand

17

10

27

18

7

25

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

-

1

1

2

-

2

Auswirkungen aus Planabgeltungen

-

–5

–5

-

–2

–2

Aufwendungen für leistungsorientierte Versorgungsleistungen (EBIT)

17

6

23

20

5

25

Zinsaufwand

30

7

37

31

8

39

Erwartete Erträge aus Planvermögen

–22

–8

–30

–26

–8

–34

Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste

–2

1

–1

–5

1

–4

Zinsergebnis für leistungsorientierte Versorgungsleistungen

6

-

6

-

1

1

Gesamtaufwendungen für leistungsorientierte Versorgungsleistungen

23

6

29

20

6

26

Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungsleistungen (EBIT)

28

19

47

29

15

44

Gesamtaufwendungen für Versorgungs-leistungen

51

25

76

49

21

70

Download: Aufwendungen für VersorgungsleistungenDie Aufwendungen für die leistungsorientierten und beitragsorientierten Versorgungszusagen sind in den Kosten der Funktionsbereiche enthalten. Die beitragsorientierten Versorgungszusagen enthalten auch die Beiträge zu gesetzlichen bzw. staatlichen Rentenversicherungsplänen. Die Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Versorgungsansprüche, die Erträge aus Vermögensanlagen sowie die Amortisation nicht realisierter versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen

2006

2007

(in Mio. €)

Deutschland

Andere Länder

Konzern

Deutschland

Andere Länder

Konzern

Eröffnungssaldo des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen

718

149

867

755

185

940

Laufender Dienstzeitaufwand

17

10

27

18

7

25

Zinsaufwand

30

7

37

31

8

39

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

23

–2

21

–119

–9

–128

Beiträge der Teilnehmer des Plans

2

3

5

2

2

4

Gezahlte Versorgungsleistungen

–31

–8

–39

–32

–8

–40

Unterschied aus Währungsumrechnung

-

–6

–6

-

–8

–8

Sonstige Veränderungen

–4

32

28

2

1

3

Schlusssaldo des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen

755

185

940

657

178

835

Download: Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen

Finanzierungsstatus des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen

2006

2007

(in Mio. €)

Deutschland

Andere Länder

Konzern

Deutschland

Andere Länder

Konzern

Ganz oder teilweise aus Fonds finanzierte leistungsorientierte Verpflichtungen

739

159

898

643

157

800

Nicht aus Fonds finanzierte leistungsorientierte Verpflichtungen

16

26

42

14

21

35

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen

755

185

940

657

178

835

Download: Finanzierungsstatus des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen

Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens

2006

2007

(in Mio. €)

Deutschland

Andere Länder

Konzern

Deutschland

Andere Länder

Konzern

Eröffnungssaldo des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens

526

100

626

614

153

767

Erwartete Erträge aus Planvermögen

22

8

30

26

8

34

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

68

1

69

–7

–3

–10

Tatsächliche Erträge aus Planvermögen

90

9

99

19

5

24

Beiträge des Arbeitgebers

4

9

13

2

9

11

Beiträge der Teilnehmer des Plans

-

3

3

-

1

1

Gezahlte Versorgungsleistungen

–6

–5

–11

–6

–5

–11

Unterschied aus Währungsumrechnung

-

–5

–5

-

–7

–7

Sonstige Veränderungen

-

42

42

-

8

8

Schlusssaldo des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens

614

153

767

629

164

793

Download: Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens

Kategorien des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens

2006

2007

(in Mio. €)

Deutschland

Andere Länder

Konzern

Deutschland

Andere Länder

Konzern

Eigenkapitalinstrumente

224

81

305

234

91

325

Fremdkapitalinstrumente

341

58

399

350

58

408

Immobilien

36

-

36

33

-

33

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

12

7

19

11

8

19

Sonstiges

1

7

8

1

7

8

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

614

153

767

629

164

793

Download: Kategorien des beizulegenden Zeitwerts des PlanvermögensDer größte Teil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen gedeckt. Für die Beiersdorf AG erfolgt dies durch die troma Alters- und Hinterbliebenenstiftung, Hamburg. In den Immobilien des Planvermögens sind an Konzerngesellschaften vermietete Immobilien im Wert von 27 Mio. € (Vorjahr: 27 Mio. €) enthalten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in der Bilanz

(in Mio. €)

2005

2006

2007

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen

867

940

835

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

–626

–767

–793

Nettoverpflichtung

241

173

42

Saldo der noch nicht in der Bilanz angesetzten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste

61

107

222

Andere in der Bilanz angesetzte Beträge

1

8

11

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in der Bilanz

303

288

275

Download: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in der Bilanz

Sonstige Rückstellungen

(in Mio. €)

Ertrag- steuern

Personal- aufwendungen

Marketing- und Vertriebs- aufwendungen

Restruk- turierung

Übrige

Gesamt

Anfangsstand 01.01.2007
davon langfristig

79
-

172
73

150
2

37
-

162
56

600
131

Währungsänderungen

–1

–1

–3

-

–2

–7

Veränderung Konsolidierungskreis

7

-

-

-

2

9

Zuführung

56

103

145

6

110

420

Verbrauch

50

82

122

21

64

339

Auflösung

4

6

8

4

24

46

Endstand 31.12.2007
davon langfristig

87
-

186
74

162
2

18
-

184
56

637
132

Download: Sonstige Rückstellungen Rückstellungen für Personalaufwendungen beinhalten vor allem Rückstellungen für Altersteilzeit, Jahressonderzahlungen, Urlaubsgelder sowie Trennungsvereinbarungen und Jubiläumsverpflichtungen. Die Rückstellungen für Marketing- und Vertriebsaufwendungen betreffen insbesondere Kundenboni und -rabatte sowie Retouren. Die Restrukturierungsrückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Consumer Supply Chain. Die übrigen Rückstellungen betreffen unter anderem Prozessrisiken.

Verbindlichkeiten

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €) sind als „Andere finanzielle Verbindlichkeiten“ klassifiziert. Von den langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben keine (Vorjahr: keine) vertraglich vereinbarte Fälligkeitstermine nach dem 31. Dezember 2012 (Vorjahr: 31. Dezember 2011). Es wurden keine Anleihen begeben. Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus der Option für den Erwerb der übrigen Anteile an C-BONS Hair Care in Höhe von 48 Mio. €. Von den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten haben 6 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €) vertraglich vereinbarte Fälligkeitstermine nach dem 31. Dezember 2012 (Vorjahr: 31. Dezember 2011). Die in der Position enthaltenen Finanzinstrumente in Höhe von 51 Mio. € (Vorjahr: keine) sind der Kategorie „Andere finanzielle Verbindlichkeiten“ zugeordnet. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 82 Mio. € (Vorjahr: 62 Mio. €) enthalten im Wesentlichen Kontokorrentkredite und kurzfristige Darlehen gegenüber Banken. Sie sind als „Andere finanzielle Verbindlichkeiten“ klassifiziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gemäß IAS 39 der Kategorie „Andere finanzielle Verbindlichkeiten“ zugeordnet.

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

(in Mio. €)

2006

2007

Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern

38

44

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit

11

11

Erhaltene Anzahlungen

4

5

Übrige Verbindlichkeiten

67

77

120

137

Download: Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Von den übrigen Verbindlichkeiten entfallen 72 Mio. € (Vorjahr: 62 Mio. €) auf die Kategorie „Andere finanzielle Verbindlichkeiten“ nach IAS 39. In den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zudem negative Zeitwerte von Finanzderivaten in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) enthalten. Zu der Position „Zur Veräußerung bestimmtes Fremdkapital“ verweisen wir auf unsere Ausführungen unter „Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“. Von dem im Vorjahr zur Veräußerung bestimmten Fremdkapital in Höhe von 23 Mio. € entfallen 15 Mio. € auf die Kategorie „Andere finanzielle Verbindlichkeiten“.

Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

(in Mio. €)

Wertansatz Bilanz nach IAS 39

2007

Buchwert
31.12.

Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten

Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral

Beizulegender
Zeitwert
erfolgswirksam

Beizulegender
Zeitwert
31.12.

Aktiva

Kredite und Forderungen

1.941

1.941

-

-

1.941

Sonstige langfristige Vermögenswerte*

2

2

-

-

2

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

823

823

-

-

823

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte*

85

85

-

-

85

Zahlungsmittel

1.031

1.031

-

-

1.031

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

91

5

86

-

91

Zahlungsmitteläquivalente

86

-

86

-

86

Sonstige langfristige Vermögenswerte*

5

5

-

-

5

Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung

14

-

14

-

14

Passiva

Andere finanzielle Verbindlichkeiten

735

735

-

-

735

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

1

1

-

-

1

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten*

51

51

-

-

51

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

82

82

-

-

82

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

529

529

-

-

529

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten*

72

72

-

-

72

Zur Veräußerung bestimmtes Fremdkapital

-

-

-

-

-

Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung

4

-

4

-

4

(in Mio. €)

Wertansatz Bilanz nach IAS 39

2006

Buchwert
31.12.

Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten

Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral

Beizulegender
Zeitwert
erfolgswirksam

Beizulegender
Zeitwert
31.12.

Aktiva

Kredite und Forderungen

1.973

1.973

-

-

1.973

Sonstige langfristige Vermögenswerte*

6

6

-

-

6

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

727

727

-

-

727

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte*

51

51

-

-

51

Zahlungsmittel

1.189

1.189

-

-

1.189

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

42

1

41

-

42

Zahlungsmitteläquivalente

41

41

-

41

Sonstige langfristige Vermögenswerte*

1

1

-

-

1

Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung

6

-

6

-

6

Passiva

Andere finanzielle Verbindlichkeiten

632

632

-

-

632

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

8

8

-

-

8

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

62

62

-

-

62

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

485

485

-

-

485

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten*

62

62

-

-

62

Zur Veräußerung bestimmtes Fremdkapital*

15

15

-

-

15

Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung

5

-

5

-

5

* Nur Finanzinstrumente gemäß IAS 39/IFRS 7.

Download: Zusätzliche Angaben zu FinanzinstrumentenFür die vorhandenen Finanzinstrumente liegen die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine überwiegend innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Für die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €) ergaben sich bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte keine wesentlichen Abweichungen vom Buchwert. Die Finanzinstrumente in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 51 Mio. € (Vorjahr: keine) enthalten im Wesentlichen die Verbindlichkeit aus der Kaufpreisoption für die verbleibenden Anteile an C-BONS Hair Care, die vertragsgemäß bis zur Ausübung aufzuzinsen ist. Für die langfristigen Verbindlichkeiten entspricht somit der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

(in Mio. €)

2006

2007

Haftungsverhältnisse
Wechselobligo
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften

1

2

1

-

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Miet- und
Leasingverträgen:
davon fällig im Folgejahr
davon fällig in 2 bis 5 Jahren
davon fällig in > 5 Jahren
Verpflichtungen aus Bestellobligo:
davon fällig im Folgejahr
davon fällig in 2 bis 5 Jahren




51
20
26
5
10
9
1




46
21
23
2
20
20
-

Download: Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Beiersdorf unterliegt möglichen Verpflichtungen aus Verfahren und geltend gemachten Ansprüchen. Schätzungen bzgl. möglicher zukünftiger Aufwendungen sind zahlreichen Unsicherheiten unterworfen. Beiersdorf erwartet hieraus keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche bzw. finanzielle Situation des Konzerns.

Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente

Grundsätze des Risikomanagements

Der Beiersdorf Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken wie Währungs-, Zinsänderungs- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Zur Sicherung des operativen Grundgeschäfts und wesentlicher unternehmensnotwendiger Finanztransaktionen werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Daraus entstehen dem Konzern keine zusätzlichen Risiken. Die Transaktionen werden ausschließlich mit marktgängigen Instrumenten durchgeführt. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Für den Beiersdorf Konzern sind dies im Wesentlichen Währungsrisiken. Die Auswirkungen werden ermittelt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Währungsrisiken

Unter dem Währungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen schwanken. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung bilanziert sind. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen der Tochtergesellschaften in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Relevante Risikovariablen sind daher grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen im Beiersdorf Konzern Finanzinstrumente gehalten werden. Durch die internationale Ausrichtung des Beiersdorf Konzerns mit Dominanz im Euro-Raum fungiert der Euro als Leitwährung. Risiken entstehen für Beiersdorf demnach aus Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten, wenn andere Währungen gegenüber dem Euro schwanken. Bei konzerninternen grenzüberschreitenden Finanzierungen werden Währungsrisiken grundsätzlich zentral durch Devisentermingeschäfte fristenkongruent und vollständig gesichert. Aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten ist Beiersdorf zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungsrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt. Für den operativen Bereich werden im Beiersdorf Konzern Zahlungsströme in nicht funktionaler Währung bis zu 36 Monate im Voraus durch Standarddevisentermingeschäfte gesichert. Planabweichungen im Laufe des Jahres führen zu regelmäßigen Anpassungen der Sicherung durch weitere Abschlüsse von Devisentermingeschäften. Diese Transaktionen werden zentral im Treasury Management System erfasst, bewertet und gesteuert. Daher ist Beiersdorf zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungsrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Da wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert sind, haben Währungskursänderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind grundsätzlich mit abgesichert. Daher sind auch hier keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen zu verzeichnen. Der Beiersdorf Konzern ist demzufolge nur Währungsrisiken aus Devisentermingeschäften ausgesetzt, die als Sicherungsinstrument bestimmt sind und die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung für die Absicherung von erwarteten bzw. geplanten Zahlungsströmen erfüllen (Cashflow Hedges on Forecasted Transactions). Kursänderungen wirken sich auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und die Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte aus. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte betrugen zum Stichtag 10 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €), die Nominalwerte lagen bei 525 Mio. € (Vorjahr: 491 Mio. €). Hiervon haben 520 Mio. € (Vorjahr: 477 Mio. €) Restlaufzeiten bis zu einem Jahr, 5 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) Restlaufzeiten zwischen einem und fünf Jahren (Vorjahr: keine) und keine (Vorjahr: keine) Laufzeiten über fünf Jahre. Die Nominalwerte zeigen die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Bei den ausgewiesenen Nominalwerten werden Beträge nicht saldiert. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2007 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und die Marktwerte der Devisentermingeschäfte um 7 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €) höher (niedriger) gewesen.

Zinsrisiken

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Zeitwertänderungen sind für den Beiersdorf Konzern aufgrund des sehr niedrigen Bestands an langfristigen operativen Finanzinstrumenten sowie keinem Bestand an Zinsderivaten nur von untergeordneter Bedeutung. Daher werden derzeit keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen und lediglich festverzinsliche Finanzinstrumente gehalten. Finanzinstrumente mit fester Verzinsung, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Demnach waren zum Abschlussstichtag im Beiersdorf Konzern keine zinssensitiven Finanzinstrumente vorhanden.

Ausfallrisiken

Beiersdorf unterliegt im Rahmen von Finanzierungstätigkeiten und im operativen Bereich Ausfallrisiken. Um diese Risiken weitestgehend zu reduzieren, werden im Finanzierungsbereich Geschäfte grundsätzlich nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Außenstände im operativen Geschäft werden kontinuierlich überwacht, möglichen Ausfällen wird durch Einzel- und pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswerts ersichtlich. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2007 2.046 Mio. € (Vorjahr: 2.021 Mio. €). Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Ausfallrisiken zum Teil durch entsprechende Versicherungen abgedeckt.

Liquiditätsrisiken

Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat. Aufgrund des hohen Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum Stichtag ist Beiersdorf derzeit keinem Liquiditätsrisiko ausgesetzt. Um die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität des Beiersdorf Konzerns jederzeit sicherzustellen, werden zudem Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien vorgehalten.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode, während der Ausweis des Cashflows aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erfolgt. Der Gesamtkaufpreis der während des Geschäftsjahres erfolgten Unternehmenserwerbe betrug 373 Mio. €, und wurde in Höhe von 325 Mio. € durch Zahlungsmittel beglichen. Die mit den Erwerben übernommenen Zahlungsmittel der Tochterunternehmen betrugen 23 Mio. €. Der Finanzmittelfonds umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Von dem Finanzmittelfonds entfällt auf quotal einbezogene Unternehmen ein Bestand von 0 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €).

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Im Beiersdorf Konzern ergibt sich die Segmentberichterstattung in erster Linie aus den in den Unternehmensbereichen erstellten und vertriebenen Produkten. Die Aufteilung in die Unternehmensbereiche Consumer und tesa entspricht auch der internen Organisationsstruktur. Die regionale Gliederung zeigt die internationale Aufteilung der geschäftlichen Aktivitäten im Beiersdorf Konzern. Die Außenumsätze in den Regionen zeigen die Umsatzentwicklung nach Sitz der Gesellschaften. Das ebit ohne Sondereffekte zeigt das betriebliche Ergebnis, bereinigt um Aufwendungen für die Neuausrichtung der Consumer Supply Chain. Das ebitda zeigt das betriebliche Ergebnis (ebit) vor Abschreibungen und Amortisation. Die ebit-Rendite auf das operative Netto-Vermögen zeigt das Verhältnis von betrieblichem Ergebnis (ebit) zu operativem Netto-Vermögen. Der Brutto-Cashflow stellt den Überschuss der operativen Einnahmen über die operativen Ausgaben vor weiterer Mittelverwendung dar. Das operative Netto-Vermögen in Höhe von 1.038 Mio. € (Vorjahr: 1.043 Mio. €) ergibt sich aus operativem Brutto-Vermögen abzüglich der operativen Verbindlichkeiten. Die Überleitung des operativen Netto-Vermögens zu den Bilanzpositionen zeigen die folgenden Tabellen:

Aktiva

(in Mio. €)

2006

2007

Immaterielle Vermögenswerte

30

350

Sachanlagen

740

687

Vorräte

548

598

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

727

823

Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (operativer Teil)1

94

135

Auf Akquisitionen entfallendes operatives Brutto-Vermögen

-

–398

Operatives Brutto-Vermögen

2.139

2.195

Nicht operatives Vermögen

1.357

1.689

Gesamt Aktiva laut Bilanz

3.496

3.884

1 Nicht enthalten sind Steuerforderungen.

Passiva

(in Mio. €)

2006

2007

Übrige Rückstellungen (operativer Teil)1

521

550

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

485

529

Übrige Verbindlichkeiten (operativer Teil)2

90

150

Auf Akquisitionen entfallende operative Verbindlichkeiten

-

–72

Operative Verbindlichkeiten

1.096

1.157

Eigenkapital

1.790

2.070

Nicht operative Verbindlichkeiten

610

1.814

Gesamt Passiva laut Bilanz

3.496

3.884

1 Nicht enthalten sind Steuerrückstellungen. 2 Nicht enthalten sind Steuerverbindlichkeiten.

Download: Aktiva und Passiva