Bericht des Aufsichtsrats

Dieter Ammer
„Beiersdorf befindet sich auf einem sehr guten und erfolgreichen Weg, den wir im Aufsichtsrat mit voller Kraft unterstützen.“

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2007 die ihm nach Gesetz, Satzung, Deutschem Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2007 regelmäßig, zeitnah und umfassend in seinen Sitzungen und durch schriftliche Berichte über die Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, das Risikomanagement sowie die Lage und die Rentabilität der Gesellschaft. Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten Entwicklung wurden vom Vorstand erläutert und durch den Aufsichtsrat geprüft. Bedeutende Geschäftsvorgänge wurden anhand der Berichte des Vorstands im Aufsichtsratsplenum und in den jeweils zuständigen Aufsichtsratsausschüssen ausführlich erörtert und ebenfalls geprüft. Zwischen den Aufsichtsratssitzungen wurde der Aufsichtsratsvorsitzende vom Vorstand über alle für die Gesellschaft wesentlichen Themen informiert. Darüber hinaus beriet der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorsitzenden des Vorstands regelmäßig die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement. Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen und zwei schriftliche Beschlussverfahren auf der Grundlage ausführlicher Unterlagen statt. Regelmäßige Tagesordnungspunkte in den Aufsichtsratssitzungen waren die aktuelle Geschäftsentwicklung, wichtige geschäftliche Einzelvorgänge, die Umsetzung der Neuausrichtung der Consumer Supply Chain sowie zustimmungspflichtige Maßnahmen des Vorstands. Nach gründlicher Prüfung und ausführlicher Beratung wurden dem Vorstand alle erforderlichen Zustimmungen erteilt. In seiner Sitzung am 22. Februar 2007 beschäftigte sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2006 und den Beschlussvorschlägen für die Hauptversammlung am 26. April 2007. Zudem war Gegenstand dieser Aufsichtsratssitzung der Stand der Verhandlungen im Hinblick auf den Erwerb des chinesischen Haarpflegegeschäfts der C-BONS-Gruppe (Hongkong). Dem Erwerb hatte der Aufsichtsrat grundsätzlich bereits in seiner Sitzung am 22. November 2006 nach eingehender Berichterstattung durch den Vorstand und eigener Prüfung zugestimmt. In der Aufsichtsratssitzung unmittelbar vor der Hauptversammlung am 26. April 2007 beriet und prüfte der Aufsichtsrat den Zwischenabschluss des Konzerns zum 31. März 2007. Darüber hinaus wurde über die Geschäftsentwicklung in Osteuropa diskutiert. Im Juli 2007 entschied der Aufsichtsrat nach Vorbereitung durch den Präsidialausschuss und sorgfältiger Prüfung im Rahmen eines schriftlichen Beschlussverfahrens, die Bestellungen der Herren Markus Pinger und Pieter Nota zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands der Beiersdorf AG zu verlängern. In seiner Sitzung am 5. September 2007 behandelte der Aufsichtsrat insbesondere den Zwischenabschluss des Konzerns zum 30. Juni 2007 sowie die Geschäftsentwicklung in Deutschland und das Apothekengeschäft. Weiterer Gegenstand dieser Aufsichtsratssitzung war eine Wettbewerbsanalyse. Im Rahmen eines weiteren schriftlichen Beschlussverfahrens, das auf Basis ausführlicher Unterlagen vorbereitet wurde, erteilte der Aufsichtsrat im Oktober 2007 die Zustimmung zum Erwerb der restlichen 50 % der Anteile an der Beiersdorf AG (Schweiz). In der Aufsichtsratssitzung am 21. November 2007 prüfte der Aufsichtsrat den Zwischenabschluss des Konzerns zum 30. September 2007. Darüber hinaus stellte der Vorstand seine Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2008 einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung vor. Nach intensiver Diskussion und Prüfung stimmte der Aufsichtsrat der vom Vorstand vorgestellten Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2008 zu. In dieser Aufsichtsratssitzung beschäftigte sich der Aufsichtsrat ferner mit der Beschlussfassung zur Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie der Geschäftsentwicklung in den Regionen Afrika /Asien /Australien. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat vier Ausschüsse gebildet, die zum einen die Beschlüsse des Aufsichtsrats, die im Plenum behandelt werden, vorbereiten und zum anderen, soweit dies gesetzlich zulässig ist, in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats wahrnehmen. Der Präsidialausschuss trat im Berichtsjahr zu sieben Sitzungen zusammen. Zwei Beschlussverfahren wurden schriftlich durchgeführt. Der Präsidialausschuss bereitete in seinen Sitzungen die Aufsichtsratssitzungen vor. Weiterhin befasste er sich mit dem Erwerb des chinesischen Haarpflegegeschäfts der C-BONS-Gruppe (Hongkong), dem Erwerb der restlichen 50 % der Anteile an der Beiersdorf AG (Schweiz) und der Umsetzung der Neuausrichtung der Consumer Supply Chain. Ebenso befasste sich der Präsidialausschuss mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Zum Ende des Berichtszeitraums führte der Präsidialausschuss die jährliche Beurteilung der individuellen und unternehmensbezogenen Leistungen der Vorstandsmitglieder durch, legte die individuellen und unternehmensbezogenen Ziele der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2008 fest und beschäftigte sich mit der Vorstandsvergütung. Der Prüfungs- und Finanzausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal. Wesentliche Gegenstände der Sitzungen des Prüfungs- und Finanzausschusses waren die Vorprüfung des Jahresabschlusses der Beiersdorf AG und des Konzernabschlusses, das Vorbereiten der Vereinbarung mit dem Abschlussprüfer, die Prüfung und Weiterentwicklung des Risikomanagements im Beiersdorf Konzern, die Bewertung der Ergebnisse der Internen Revision aus dem Berichtsjahr und des Auditplans der Internen Revision für das Geschäftsjahr 2008. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig und ausführlich über die Arbeit der Ausschüsse. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG und der im Berichtszeitraum neu eingerichtete Nominierungsausschuss mussten nicht zusammentreten. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Beiersdorf AG und Konzernabschluss nebst den Lageberichten der AG und des Konzerns wurden von der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Den ferner vom Vorstand im Hinblick auf die bestehende Mehrheitsbeteiligung der maxingvest ag (vormals Tchibo Holding AG), Hamburg, aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2007 hat der Abschlussprüfer ebenfalls geprüft und mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: „Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“ Schwerpunkt der Abschlussprüfung im Geschäftsjahr 2007 war im Wesentlichen die bilanzielle Behandlung der Aktivitäten zur Neuausrichtung der Consumer Supply Chain. Nach ihrer Aufstellung wurden der Jahresabschluss der Beiersdorf AG und der Konzernabschluss, die Berichte über die Lage der Beiersdorf AG und des Konzerns, der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers allen Aufsichtsratsmitgliedern unmittelbar ausgehändigt. Der Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats nahm eine Vorprüfung der Abschlüsse und Berichte sowie des Vorschlags zur Gewinnverwendung vor. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 21. Februar 2008 wurden die genannten Abschlüsse und Berichte umfassend behandelt und geprüft. In dieser Sitzung berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Abschlüsse, die Berichte über die Lage der Beiersdorf AG und des Konzerns, den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen einschließlich der hierin enthaltenen Schlusserklärung des Vorstands sowie gegen den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers. Der Aufsichtsrat schließt sich daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und billigt die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse der Beiersdorf AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2007; der Jahresabschluss der Beiersdorf AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Aufsichtsrat dankt den Kunden und Aktionären der Gesellschaft für das entgegengebrachte Vertrauen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für die hervorragend geleistete Arbeit. Hamburg, 21. Februar 2008 Für den Aufsichtsrat

Dieter Ammer Vorsitzender